Kochen für die Zukunft
In der Jugendwerkstatt des Werkhofs werden junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf mit sozialpädagogischer Unterstützung, Sprachförderung und praxisnaher Qualifizierung begleitet. Die hauseigene Kantine ist dabei ein wichtiger Lernort. Beliefert werden auch die Kantinen der HVG/HST und des HEB - ganz im Sinne des Gruppengedankens.
In Kooperation mit Berufskollegs und Förderschulen aus Hagen engagieren sich Jugendliche aus internationalen Förderklassen an einem festen Tag pro Woche und helfen bei der Zubereitung von täglich bis zu 80 Mahlzeiten. Ihre Tätigkeiten reichen von der Vorbereitung der Zutaten über den Kantinenservice bis zum Kochen des Mittagessens. Die fertigen Speisen werden, neben dem Verzehr in der hauseigenen Kantine, an die Kantinen der HVG/HST und des HEB geliefert. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. So lernen die Jugendlichen schon früh, was Teamarbeit, Zuverlässigkeit und Verantwortung im Arbeitsalltag bedeuten.
Durch die sozialpädagogische Betreuung und die geschulten Anleiter*innen in den einzelnen Bereichen, können sich die Jugendlichen in einem unterstützten Rahmen ausprobieren. Sie müssen zuerst einmal verstehen und erfahren, wie eine Ausbildung oder ein Arbeitsalltag in Deutschland funktionieren, da sie darüber, durch ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe, häufig keine Informationen besitzen.
Die Schüler*innen bleiben dabei für ein Quartal Teil des Kantinenteams, können so feste Abläufe und Strukturen etablieren. Das Engagement für Heranwachsende ist für den Werkhof von entscheidender Bedeutung, wie Stefanie Leosz erklärt: "Es ist unsere Aufgabe, die jungen Menschen an die Hand zu nehmen und ihnen bestmögliche Unterstützung zu bieten. Wir haben das gemeinsame Ziel, ihnen eine gute Zukunft auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.”