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Am 25. August 2025 fand die jährliche Vollversammlung der BSH Jugendhilfe statt – ein zentraler Termin im Jahreskalender der Einrichtung. Mit insgesamt 13 teilnehmenden Gruppen – darunter Kinder- und Jugendgruppen, Mutter/Vater-Kind-Gruppen sowie BSH-Fachkräfte – kamen in diesem Jahr rund 100 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 18 Jahren zusammen.

Die Vollversammlung hat einen besonderen Stellenwert: Sie bietet die Möglichkeit, die Vielfalt der BSH Jugendhilfe sichtbar zu machen, Kontakte zwischen den Gruppen zu fördern und Kindern und Jugendlichen echte Partizipation zu ermöglichen. Unter Partizipation versteht die BSH, dass junge Menschen ihre Meinungen äußern dürfen – ihre Ideen und Vorschläge werden ernst genommen und aktiv in die Gestaltung des Alltags einbezogen.

Die Kinder haben tolle Ideen – und wir unterstützen sie gerne dabei, diese umzusetzen. So erleben sie, dass ihre Stimme zählt.

Trischa Dos Santos, Pädagogische Leitung der BSH Jugendhilfe

Um den Gedanken der Mitbestimmung auch im Rahmenprogramm erlebbar zu machen, wurden die Aktivitäten in enger Abstimmung mit den Kindern und Jugendlichen ausgewählt. Besonders beliebt ist seit Jahren der Graffiti-Workshop, bei dem die Teilnehmenden ihre Kreativität frei entfalten können und eigene Werke gestalten. Die Leinwände wurden vor der Gruppe präsentiert - die Nachwuchskünstler bekamen so direkte Anerkennung und Anteilnahme für ihre Werke und an ihren Themen. Darüber hinaus konnten sie die Leinwände sogar mit nach Hause nehmen. Für die jüngeren Kinder wurde ein Theaterstück aufgeführt, das kindgerecht wichtige Themen wie Kinderrechte und den Umgang mit persönlichen Grenzen behandelte. 

Darüber hinaus luden zahlreiche Spiel- und Bewegungsstationen zum Mitmachen ein: Vom Bullenreiten über Bogenschießen bis hin zu Teamspielen, die Zusammenarbeit und Fairness erforderten. Diese Mischung aus Spaß, Bewegung und inhaltlicher Auseinandersetzung machte den Tag für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis.

Externe Begleitung durch die Ombudschaft Jugendhilfe NRW

Wie bereits im vergangenen Jahr war die Ombudschaft Jugendhilfe NRW (Wuppertal) als externe Anlaufstelle vor Ort. Sie bot den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich unabhängig beraten zu lassen und Fragen oder Sorgen vertraulich zu besprechen. Diese Unterstützung stärkt das Vertrauen in die eigene Stimme und verdeutlicht, dass Rechte und Mitbestimmung nicht nur Themen auf dem Papier sind, sondern konkret erfahrbar werden.

Fazit: Ein starkes Zeichen für gelebte Kinderrechte

Die Vollversammlung 2025 hat gezeigt, wie wichtig es ist, Räume für Austausch, Mitgestaltung und gemeinsames Erleben zu schaffen. Sie steht beispielhaft für den Anspruch der BSH Jugendhilfe, Kindern und Jugendlichen nicht nur Schutz und Unterstützung zu geben, sondern ihnen Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten zuzutrauen. So freute sich Trischa Dos Santos über das positive Feedback der jungen Menschen: “Wir haben viel Resonanz bekommen, die Begeisterung über die Versammlung und die Berücksichtigung der verschiedenen Wünsche und Bedarfe zum Ausdruck gebracht hat – das bedeutet uns ganz besonders viel.”