Die Einführung des Deutschlandtickets hat die Entwicklung der Fahrgastzahlen bei der HST spürbar beeinflusst. Nach den Belastungen der Corona-Jahre setzte zunächst das 9-Euro-Ticket und anschließend ab dem 1. Mai 2023 das Deutschlandticket wichtige Impulse für die Rückkehr vieler Menschen in Bus und Bahn. Vor allem der vergleichsweise günstige Preis und die einfache Nutzung machen das Angebot bis heute für viele Fahrgäste attraktiv. Das zeigt sich auch in den Zahlen: Lag die Zahl der beförderten Fahrgäste im Jahr 2022 noch bei knapp 25 Millionen, wurden zum 31. Dezember 2025 bereits knapp 30 Millionen Fahrgäste gezählt. Das entspricht einem Zuwachs von rund fünf Millionen Fahrgästen innerhalb von drei Jahren. „Die Entwicklung der Fahrgastzahlen zeigt, dass dieses Angebot auch in Hagen eine
spürbare Wirkung entfaltet hat.“
Verändertes Nutzungsverhalten
Zugleich hat sich auch die Struktur der Kundschaft verändert. Viele Fahrgäste, die früher Einzeltickets oder andere Gelegenheitsangebote nutzten, wechselten in das Deutschlandticket. Bis Ende 2025 stieg die Zahl der Abonnent*innen bei der HST auf rund 40.700, davon waren etwa 2.000 Abonnent*innen eines Onlinetickets.
Wirtschaftlich weiter anspruchsvoll
Trotz steigender Fahrgastzahlen bleibt die wirtschaftliche Seite anspruchsvoll: Viele Kund*innen zahlen mit dem Deutschlandticket deutlich weniger als vor dessen Einführung. Entstehende Mindereinnahmen können nur durch Ausgleichszahlungen von Bund und Land kompensiert werden. „Das Deutschlandticket ist aus Kundensicht sehr attraktiv und hat die Nutzung des ÖPNV klar belebt“, sagt Tratzki. „Für die Verkehrsunternehmen bleibt es aber wirtschaftlich
eng an die Ausgleichszahlungen von Bund und Land gekoppelt.“