Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer
Merken Weiterempfehlen

Innovationen für mehr Sicherheit im Linienbetrieb

Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr entsteht unter anderem durch kontinuierliche Weiterentwicklung. Auch 2025 hat die Hagener Straßenbahn (HST) gezielt in moderne Fahrzeugtechnik investiert, um den Linienbetrieb für Fahrgäste und Fahrpersonal noch sicherer und zuverlässiger zu machen.

Neue Fahrzeuge mit Spiegelersatzsystem
Ende 2025 kam bei der HST das erste Neufahrzeug mit eingebautem Spiegelersatzsystem an. Das Fahrzeug wurde von den Verantwortlichen freudig erwartet, da damit Fahrerschulungen für die neue Sicherheitstechnik durchgeführt werden können. So ist die Belegschaft für die Inbetriebnahme weiterer Neufahrzeuge mit dieser Technologie, die 2026 folgen werden, bestens vorbereitet. Mit dem Fahrzeug des Typs Daimler Buses Citaro setzt die HST erstmals auf Spiegelersatzsysteme. Da, wo sich sonst große Außenspiegel befinden, sind nun Kameras montiert, deren Aufnahmen auf Monitoren am Fahrerarbeitsplatz angezeigt werden. Separate Anzeigen für beide Fahrzeugseiten sowie eine zusätzliche Kamera für den Einstiegsbereich verbessern die Rundumsicht deutlich – ein klarer Vorteil im unübersichtlichen Stadt- und Schulbusverkehr. „Uns war wichtig, frühzeitig ein Fahrzeug mit dieser Technik im Einsatz zu haben, damit sich unsere Fahrerinnen und Fahrern rechtzeitig damit vertraut machen können – und um ihnen den Job zu erleichtern“, erklärt Werkstattleiter Sascha Hoffmann. Während Sicherheitssysteme laut einer EU-weiten Regelung Zulassungsvoraussetzung für Neufahrzeuge sind, geht die HST beim Thema Spiegelersatzsystem voran. „Wir sind von der Technologie überzeugt. Im LKW-Bereich ist sie längst bewährt, bei Bussen noch selten“, erläutert Hoffmann. Gerade bei Dunkelheit oder schlechtem Wetter zeigen die Systeme ihre Stärken: Die Kameras liefern ein helles, kontrastreiches Bild – ein echter Sicherheitsgewinn gegenüber klassischen Spiegeln.

Mehr Technik, mehr Unterstützung
Zur Serienausstattung des Neufahrzeugs gehören außerdem Reifendruckkontrollsystem, Rückfahrkamera, Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarnung sowie Müdigkeitserkennung. Auch Kollisionswarnung sowie Totwinkel- und Abbiegeassistent sollen das Personal unterstützen und Unfälle vermeiden. „Unsere Fahrzeuge bieten heute deutlich mehr Unterstützung durch sicherheitsrelevante Informationen. Das hilft im Alltag, kann aber die große Verantwortung unseres Fahrpersonals nicht ersetzen”, betont Hoffmann.

Sicherheit als langfristiger Prozess
Der präventive Nutzen moderner Technik steht klar im Vordergrund. Wie Hoffmann betont: „Solche Systeme an Bord zu haben, ist sinnvoll. Wenn Technik dabei unterstützt, Risiken frühzeitig zu erkennen, ist das ein entscheidender Beitrag für mehr Sicherheit.“ Neue Technologien werden bei der HST sorgfältig und schrittweise eingeführt und in enger Zusammenarbeit mit dem Fahrpersonal in den Arbeitsalltag integriert. Durch Schulungen, praktische Erprobung und kontinuierliches Feedback entsteht so ein praxisnaher Einsatz, der den Nahverkehr in Hagen nachhaltig weiterentwickelt und spürbar sicherer macht.