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Die Stadthalle Hagen hat 2024 erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht nach den Kriterien des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Energieverbrauch, CO₂-Fußabdruck, Ressourceneinsatz, Einkauf, Arbeitsbedingungen und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Die Stadthalle versteht den Bericht nicht als Pflichtaufgabe, sondern als Instrument, um Entwicklungen sichtbar zu machen, Potenziale zu erkennen und Nachhaltigkeit dauerhaft in den Abläufen des Hauses zu verankern. „Wir haben uns gefragt: Was können wir selbst beeinflussen, wo liegen unsere Einsparpotenziale und wie können wir Nachhaltigkeit verbindlich in unsere Abläufe integrieren?“, berichtet Geschäftsführer Volker Wolf.


Fokus auf direkt beeinflussbare Themen
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen eigenen Handlungsmöglichkeiten und Themen, die vom Eigentümer oder Partnern abhängen. Als Pächterin kann die Stadthalle beispielsweise nicht allein über Photovoltaik oder eine Nahwärmeversorgung entscheiden. Bei Einkauf, Reinigungsmitteln, Mobiliar, Abfallmanagement oder internen Prozessen bestehen hingegen direkte Einflussmöglichkeiten. Für den Bericht wurden
Daten zum CO₂-Fußabdruck erhoben und ausgewertet. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die Anforderungen verschiedener Veranstaltungen sind. Shows dauern oft nur wenige Stunden, während Tagungen oder Kongresse deutlich längere Betriebszeiten erfordern. Entsprechend unterscheiden sich Energie- und Wasserverbrauch. „Der Bericht war für uns nicht nur eine Dokumentation, sondern auch ein Erkenntnisprozess“, sagt Manuela Kowohl vom Salesmanagement, die maßgeblich an der Erstellung des Berichts beteiligt war. „Wenn man Verbräuche, Teilnehmerzahlen und Veranstaltungsarten miteinander vergleicht, erkennt man schnell, wo Zusammenhänge bestehen und Handlungsbedarf entsteht.“

Ein wichtiger Schritt ist die Verankerung im Qualitätsmanagement. Die Stadthalle arbeitet seit 2015 mit einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015. Seit 2024 werden die Prozesse zusätzlich hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und Unternehmen bewertet.

Bericht als Baustein für verbesserte Nachhaltigkeit
„Nachhaltigkeit ist für uns kein kurzfristiger Trend, sondern Bestandteil verantwortungsvoller Unternehmensführung“, betont Volker Wolf. Ziel sei es, den CO₂-Fußabdruck zureduzieren, wirtschaftlich stabil zu bleiben und attraktiv für Gäste, Kunden, Mitarbeitende und Partner zu sein. Der Bericht zeigt zudem weitere Entwicklungspotenziale auf. So sollen künftig mithilfe neuer Kassensysteme genauere Daten in der Gastronomie erhoben werden, um Einkauf und Angebot besser zu steuern und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Bereits umgesetzt ist die Umstellung auf digitale Belege, die den Papierverbrauch deutlich senkt.